Krakow

Ambiente, Künstler, Tradition, Schönheiten. Das war Krakau.

Nachdem wir den ersten Zug nach Krakau knapp verpassten und eine Stunde lang am kleinen Bahnhof herumlungerten, kamen wir etwas später als geplant am Krakauer Hauptbahnhof an. Wir hatten ziemliches Glück mit dem Wetter, es war nahezu heiß. Nach einer kurzen Orientierungsphase gings auch schon los Richtung Altstadt. Generell gibt es drei Dinge in dieser Stadt, die einem sofort ins Auge stechen.

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Zunächst natürlich das Ambiente – die Stadt ist schön, verwinkelt, groß. Die Stadtmauer grenzt an kleinen Parks, ein grüner Gürtel um die Altstadt. Am Hauptplatz, dem Rynek,  die große Marienkirche, in der Mitte die  Tuchhallen (auch Sukiennice genannt), nette kleine Cafes und Restaurants.

Zweitens die vielen Straßenkünstler. Ein Artist gibt Kunststücke mit einer Kugel zum besten, die Leute umringen ihn, lächeln anerkennend. Kaum fünf Meter weiter ein weiterer Künstler, der, mal sitzend, stehend und liegend, einen Fußball auf und ab springen lässt. Um ihn herum deutlich weniger Leute, aus Mitleid bleibe ich stehen und schaue ihm einige Zeit zu. Ein Stückchen entfernt spielt eine Vierer-Ziehharmonika Combo. Fast direkt am Platz tanzen Jugendliche zu Hip Hop und versuchen sich, gekonnt, im Breakdance. Gleich um die Ecke spielt ein Gitarrist, neben ihm eine „Statue“, ein grau angemalener Mensch, der sich in der Pantomime versucht, eher mit weniger Glück. Man hat das Gefühl dass hier ein kleiner Krieg stattfindet, zwischen den Straßenkünstlern, und doch, so ziemlich alle werden gut einnehmen (den Fußballkünstler mal ausgenommen), viele Leute stehen rund herum und öffnen gerne ihre Geldbörsen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnd zu guter Letzt natürlich die vielen, vielen katholischen „Monumente“. Kloster auf Kloster, wahre Horden von Nonnen und Priester. Devotionalienshop auf Devotionalienshop, man fragt sich, welche Erscheinungen in Krakau stattgefunden haben. Die Kosciol Mariacki hat zwei Eingänge, einer für Besucher, einer für Betende. Zu spät erkenne ich, dass ich den falschen Eingang benutzt habe, und finde mich unter alten Mütterchen, Familienvätern mit ihren Sprösslingen sowie Frauen wieder, die alle in Kirchenbänken sitzen, auf dem Steinboden knieen und beten. Zudem ist heute auch noch Feiertag.

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Polen ist generell für seine tiefe Gläubigkeit bekannt, die katholische Kirche ist stark vertreten. So wundert es auch nicht, dass neben dem Stadtwappen und der polischen Flagge auch eine gelb-weiße hängt. Fast schon erwartet man jeden Moment, dass der Papst um die Ecke schlendert. Glauben schön und gut, aber für mich nichts. Lieber wende ich mich der wirklich schönsten Seite an Krakau zu, die ich vorher vergaß zu erwähnen: Schöne Frauen, soweit das Auge blickt.

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