Das „A“ steht für Aquaristik

Es ist wohl die Zeit der alten Leidenschaften. Die letzten Winterferien nutzte ich intensiv, um mich wieder in ein altes Hobby zu stürzen: Die (Süßwasser-)Aquaristik. Hier mein Einstieg.

Bei mir zu Hause gab es immer irgendwo ein Aquarium. Mein Vater hatte sehr lange Zeit eines, das stand im Wohnzimmer, groß, voller Leben, alt. Mein älterer Bruder hatte gleich mehrere, später sogar mal eine richtige Makropoden-Zucht. Und irgendwann übernahm ich das mittlerweile auf 54l geschrumpfte Becken zu Hause und begann eine kleine Guppy-Zucht. Ich zog aus, das Becken übernahm mein Vater, bis es am Dachboden, die übrigen Fische bei meinem Bruder landeten. In den letzten Winterferien allerdings holte ich es wieder zu mir und entfachte so erneut eine alte Leidenschaft.

Das Hardscape

Unter Hardscape versteht man grundlegende „leblose“ Dekomaterialien im Aquarium. Für mein 54l-Becken nahm ich eine schöne Mangrovenwurzel, die einige Risse aufwies, sowie zwei flachere Steine mit interessanter Oberflächenstruktur. Als Kies wählte ich schwarzen, feinen und abgeschliffenen Kies. Mir persönlich gefällt schwarzer Kies im Aquarium immer am Besten, und Fische fühlen sich bei dunklem Bodengrund meist wohler.

Die Mangrovenwurzel habe ich, nach alter Gewohnheit, zunächst mal gründlich im Kochtopf abgekocht. Das ist kein Muss, gründliches Wässern tut’s für gewöhnlich auch. 1/3 des Kies mischte ich ungewaschen mit einem Nährstoffgranulat für die Pflanzen und bedeckte damit den Boden des (zuvor geputzten und auf Dichte überprüften) Beckens. Der Rest kam gewaschen darüber. Danach setzte ich vorsichtig links die Steine ein und verkeilte sie ein wenig, damit sie eine Durchzugs-Höhle bilden. Die Wurzel kam rechts hinein.

Als Filter verwende ich einen Eheim pickup 160 Innenfilter. Gewohnheitsmäßig installierte ich ihn rechts hinten.

Das Softscape

Nun zum Softscape: Richtig, es geht hierbei um Pflanzen. Die Mangrovenwurzel nahm ich wieder heraus und befestigte mit Zwirn und in den zuvor erwähnten Rissen einige sogenannte Speerblätter. Hinter den Steinen setzte ich zahlreiche Wasserfreunde, links davon zwei Wasserkelche. Neben die Mangrovenwurzel und davor setzte ich zwei weitere Speerblätter. Später kamen noch drei Moosbälle hinzu. Damit diese ihre runde Form behalten, ist es wichtig, sie dann und wann im Becken zu bewegen.

Wasser marsch!

Nach dem Einfüllen des Wassers (vom Kübel vorsichtig auf einen Teller schütten) fährt sich das Becken mal für gute drei Wochen ein, damit sich genügend (lebenswichtige) Bakterien bilden können. Diese Bakterien sind nämlich für den Stickstoffzyklus in einem Aquarium unersetzlich; hierbei wird Ammoniak durch Bakterien in Nitrit, und dann von Nitrit in ungefährliches Nitrat umgewandelt. Ammoniak und Nitrit sind für Fische tödlich, während geringe Nitrat-Gehalte für Fische ungefährlich sind. Bis sich dieser Zyklus einspielt, braucht es aber Zeit; gibt man gleich nach der Neueinrichtung Fische in das Aquarium, würden wohl alle sterben.

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