Ella Ella

Im Ella-Nachtklub auf der Insel Brač im Örtchen Bol. Musik aus dem Jahr 2005, Interieur aus den späten 70ern. Auf der Tanzfläche bewegen sich Einheimische. Einsame ältere Frauen lehnen an der Bar, jüngere trinken Corona-Bier aus der Flasche und stupsen mit der Zunge die Zitrone im Flaschenhals an. Brüste werden zurechtgerückt und ein Mann tanzt und juchzt erfreut in die Decke des Saals.

Im Hintergrund reiht sich ein roter Ledersessel an den nächsten, niemand sitzt dort. Niemand könnte dort sitzen, zu nah stehen sie beinander. Der Kellner tippt in sein Smartphone. Nun werden lateinamerikanische Lieder gespielt, der Mann juchzt noch lauter auf und springt beidbeinig in die Höhe. Der letzte Rest aus Cocktailgläsern wird geschlürft. Eine ältere Blondine geht sichtlich enttäuscht schlafen, ihr Corona bleibt halb voll am Tresen zurück, dahinter der Kellner, in sein Handy starrend.

Nach der Frau verlässt nahezu die gesamte Tanzgesellschaft das Lokal. Der Mann, wie könnte es anders sein, tanzt juchzend und jubilierend hinaus, er zwinkert und lächelt, der Alkohol macht ihn glückselig. Ein Security steht auf einmal beim Eingang. Der ganze große Raum ist auf einmal leer, der Kellner blickt auf, er scheint zu lächeln.

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