Mad Wolf

Die Kolumne Ich bin Batman beschäftigt sich mit einem meiner Hobbys, der Comicfigur Batman. In diesem Beitrag stelle ich einen weiteren Kurzfilm vor: „Mad Wolf – Robin Origins“, ein Fanfilm, der es tatsächlich schafft, Batman neu zu interpretieren.

Mad Wolf, erheblich länger als der letzte Fanfilm, der in dieser Kolumne behandelt wurde, macht schon mit der Anfangssequenz klar: An Brutalität mangelt es dem 10 Minuten langen Film keineswegs. Bei Youtube hält der Film momentan bei mehr als 21.800 Views, die Regiearbeit von Regisseur Geoffrey Bisiaux erhielt viel Lob in internen Fankreisen.

In the middle of this urban anarchy, a young gypsy, hiding in the shade exacts his revenge

Über 50 MitarbeiterInnen arbeiteten am Fanfilm mit und gestalteten eine düstere, brutale Atmosphäre. Robin, laut Background-Infos ein Rom, verbrennt in der Anfangssequenz einen Gegner. Wie man später erfährt hätte der künftige Partner von Batman selbst getötet werden sollen, er kann sich aber befreien, verletzt mehrere Gegner tödlich und verschwindet.

Dann tritt der Bösewicht des Films auf den Plan. Zeigt die Gestalt durchaus Ähnlichkeiten mit Joker, sei dies durch Lacher und dem eher verrückten Auftreten, wird er im Abspann nur als „The Godfather“ betitelt. Nach einem Pläuschchen mit einem schwer Verwundeten erfährt man als Zuseher, dass dieser Robin wohl Kenntnis von einem Versteck erhielt – was sich auch immer dort befindet und warum Robin dorthin gehen muss, wird nicht erklärt.

I thought you can understand what a wolf feels when his pack has been murdered

Szenewechsel und stärkste Szene des Films: Ein ehrwürdiger Alfred betritt, während es außerhalb des Wayne Manor blitzt und regnet, einen Raum, in der eine Gestalt im Lehnstuhl versunken raucht und Zeitung liest. Und damit gelingt Mad Wolf eine wirklich gelungene Neu-Interpretation des maskierten Heldens: Er raucht, trägt einen Bart und ist schwarz. Batman gibt es seit 1939, aber war seit jeher ein weißer Gesetzeshüter. Dies ändert dieser Fanfilm – gelungene und wohl längst überfällige Premerie.

Letztendlich der große Showdown zwischen Neo-Robin und Bösewicht. Doch bevor der Godfather ihm etwas antun kann, wird Rob von Batman gerettet. Auch die Schlussszene weiß wieder zu überzeugen – ein sichtlich vom Kampf gezeichneter Bruce Wayne humpelt die Treppen des Anwesens hinunter, und geht zum rudellosen Wolf, zu seinem Robin. Die Paralelle zum aktuellen Batman Film am Ende war wohl nicht beabsichtigt – vor allem deswegen, da Mad Wolf um zwei Monate früher als TDKR erschien.

Don’t forget, you’re wearing my soul now.

Wer meint, die Kamerafahrt zu Beginn durch Wolken und über ein überzeugendes Gotham sei real, dem sei gesagt: es handelt sich um einen beeindruckend echt wirkenden visuellen Effekt,  den man in solch einer Qualität bei einem Fanfilm nicht vermuten würde.

Quellen: Mad Wolf. Das Verwenden der Bilder wurde durch E-Mail Kontakt mit der Crew ausdrücklich erlaubt.

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