Project Arbiter

Normalerweise geht es in der Kategorie „Ich bin Batman“ um den maskierten Rächer in Gotham. Dieses Mal möchte ich aber einen Fanfilm aus einer gänzlich anderen Sparte vorstellen: „Project Arbiter“ spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges – und handelt von einer geheimen Mission zu scheußlichen Verbrechen der Nazis.

1943, irgendwo über Polen: Captain Joseph Colburn, gekleidet in einen Iron Man ähnlichen Suit, springt aus einem Flugzeug – mit nur einem Ziel: eine mysteriöse Villa, besetzt von SS, zu infiltrieren und deren Geheimnisse zu entlocken. Gleich nach der Landung wird er von Maschinengewehr- und Panzerfeuer empfangen, und ein brutaler Kampf beginnt..

Projekt Vermittler, Gebieter, Schlichter

Der ungefähr 18 minütige Film überzeugt mit seiner Machart. Gedreht wurde überwiegend mit einer Red One Digital Cinema Kamera, bekannt für hochauflösende Aufnahmen, auch die Nachbearbeitung und vor allem die visuellen Effekte sind top. Regisseur Michael Chance und sein Team kontaktierten für die Erstellung des gelungenen Anzuges von Captain Colburn, der sogar unsichtbar machen kann, Cosplay Fans, die zuvor schon Master Chief Anzüge von Halo erstellten.

Sämtliche Darsteller der SS-Soldaten im Film sind sogenannte „re-enactment“-Anhänger, also Menschen, die es toll finden, sich in Naziuniformen zu schmeißen und Weltkrieg zu spielen. Jedes verwendete Reliktist echt – sowohl die FlAK, als auch das Kettenfahrzeug und der Panzer. Sichtlich Mühe gab man sich mit dem gesprochenen Deutsch – das keinerlei Fehler beinhaltet, was oftmals sogar bei größeren Hollywood-Produktionen vorkommen kann.

Der Film bedient sich zwar ausgiebig dem riesigen Topf an Mythen und Hirngespinsten rund um SS, Wehrmacht und dem Zweiten Weltkrieg – ist aber für eine reine Fanproduktion bemerkenswert gut gemacht. Und er lässt einen nach dem Ende mit vielen Fragen zurück, die nach einer Fortsetzung verlangen.

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