was ich so sehe und was nicht

wenn ich mir die bilder von gestern ansehe so erkenne ich viel. ich erkenne uniformen des staates und ich erkenne paramilitärische kleidung. ich erkenne vermummte männer mit österreich flaggen. ich sehe aber auch deutschland flaggen und tafeln. tafeln, auf denen zu lesen ist, wir sind das volk. ich sehe stinkefinger und, wie manche sie nennen würde, einige unverbesserliche. ewiggestrige. ich sehe aber auch einen herren, der heißt martin graf. ich sehe nationalsozialistische symbolik und vor allem rechte ästethik. ich sehe diese eine bekannte art, die jacke über einen lonsdale hoodie zu tragen. ich sehe schwarz-weiß-rote farben. dresden beteuerungen. die drei finger in der luft. und schließlich: einen gruß, wie ihn die welt normalerweise verabscheuen würde. ein gruß, um dem einen zu huldigen, ein gruß, mit dem man sich zu einem mordenden und menschenverachtenden system bekennt.

was ich auch sehe, ist ein beamter der polizei, der die grüßenden anblickt. sie sieht, wenn er nicht blind, geblendet, trübe augen hat.

was ich nicht sehe, was ich auch nirgends lese: dass die polizei dagegen etwas unternahm.

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